Bundesamt für Strahlenschutz erteilt 8. Änderungsgenehmigung

Wie das Bundesamt für Strahlenschutz am 21.07.2016 mitgeteilt hat, wurde der Betreiberfirma des Atommülllagers Ahaus, der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) erlaubt, die 152 Castoren aus Jülich in Ahaus einzulagern. Jedoch kann der Müll noch nicht in Ahaus eingelagert werden, da noch die Transportgenehmigung fehlt und ein Verladekran in Jülich saniert werden muss.

Einlagerungsgenehmigung erteilt - Genehmigung zum Transport noch ausstehend


Gemäß der Genehmigung muss die GNS 6 Jahre vor Ablauf der Genehmigung mitteilen, wie "der Verbleib der noch im Transportbehälterlager befindlichen radioaktiven Stoffe nach Ablauf dieser Genehmigung" aussehen soll. Da die Genehmigung 2036 mit dem Auslaufen der Betriebsgenehmigung des Atommülllagers endet, bedeutet dies, dass man im Jahr 2030, also in 14 Jahren wieder vor der Frage steht, wie es mit dem Atommüll aus Jülich weitergehen soll. Daher halten wir noch immer den Neuabu einer Lagerhalle in Jülich sinnvoller.

In 14 Jahren beginnt die politische Diskussion um den Jülicher Müll erneut


Ob die Transporte daher wirklich stattfinden werden, bleibt auch weiterhin unklar. Verantwortlicher Umgang mit Atommüll sieht anders aus. Ein Transport nach Ahaus wäre wie oben beschrieben nur eine kurzfristige Lösung, die einzig und allein einer schnellen Räumung der Jülicher Lagerhalle dient. Jedoch verschiebt man damit das Problem nur um ein paar weitere Jahre und sorgt nicht für eine mittelfristige Lösung. Klar ist: Das Konzept Endlager ist gescheitert. Nun scheitert auch das Konzept "Zwischen"lager. Denn sollte der radioaktive Abfall nach Ahaus kommen, wird er dort auch über Genehmigungsende rumstehen, da es bis 2036 kein Endlager geben wird. Den Betreibern der Atomkraftwerke fehlt jeglicher Entsorgungsnachweis. Selbst ein konstruierter wie jener der Zwischenlagerung.

Ahaus nur kurzfristige Lösung - Konzept  "Zwischen"lager als Entsorgungsnachweis gescheitert


 

Hier gibt es die Genehmigung für das Zwischenlager Ahaus als PDF zum Download:

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8. Änderungsgenehmigung.pdf
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